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FDP-Fraktion intensiviert Gespräche im Bereich erneuerbarer Energien

09.06.2011 (22.3.2011)


Presseservice der FDP-Fraktion
im Bayerischen Landtag

FDP-Fraktion intensiviert Gespräche im Bereich erneuerbarer Energien

Fachgespräch EVO/FDP in Oberstdorf
FDP-Fraktion intensiviert Gespräche im Bereich erneuerbarer Energien –
THALHAMMER: „Wasserkraft braucht Bürokratieabbau“

München/Oberstdorf (lp). „Nägel mit Köpfen“ macht die FDP-Landtagsfraktion in ihrem Bestreben, die erneuerbaren Energien in Bayern schneller voranzubringen, und sie hat sich für die zweite Hälfte der Legislaturperiode das Ziel gesetzt, noch stärker als bisher das Gespräch in diesem Bereich zu suchen. „Die Wasserkraft hat das Potenzial, reichlich Strom zu liefern – genug für den elektrischen Privatbedarf der Bevölkerung Bayerns“, davon überzeugte sich der umwelt- und energiepolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Tobias Thalhammer (Neubiberg), bei einem Besuch in Oberstdorf im Allgäu. Allerdings könnte zukünftig die Stromerzeugung durch Wasserkraft weiter gesteigert werden. „Dafür“, so der parlamentarische Geschäftsführer der Landtags-FDP, „ist jedoch Bürokratieabbau bei Genehmigungsverfahren für neue Wasserkraftanlagen dringend geboten. Hier will ich für mehr Tempo sorgen.“

Das Fachgespräch zwischen dem Kommunalunternehmen „Energieversorgung Oberstdorf (EVO)“ und dem Gast aus der Landespolitik könnte man quasi als „Gipfeltreffen“ bezeichnen, denn: Peter Müller, Geschäftsführer der EVO, und FDP-Politiker Thalhammer trafen sich an einer hohen Station der Oberstdorfer Söllereckbahn. Und die bezieht ihren Strom passenderweise aus der Wasserkraft.

Bei dem Fachgespräch war unbestritten, dass Wasserkraft bereits heute eine Erfolgsgeschichte ist. Habe der Anteil der Elektrizität aus erneuerbaren Energien – hauptsächlich Wasserkraft – am Gesamt-Stromverbrauch in Oberstdorf 1990 bei 7% gelegen, so decke Wasser-Energie ab Mitte 2011 rund 48% des Oberstdorfer Strombedarfs - also fast sieben Mal mehr. Die EVO plane unterdessen, Wasserkraft noch stärker als bisher zu nutzen. Und: Wasserkraft könne auch im gesamten Freistaat noch weit mehr Elektrizität hervorbringen, als bisher. Weniger Bürokratie, mehr Tempo und Transparenz bei Genehmigungsverfahren für Wasserkraftanlagen seien dafür allerdings die Grundvoraussetzungen, so die Wasserkraftbetreiber.

Denn sie klagen über jahrelange Genehmigungsverfahren. Wer in Deutschland ein neues Wassertriebwerk genehmigt bekommen möchte, wartet nach Aussagen des „Vereins Deutscher Ingenieure (VDI)“ auf die dafür notwendigen Genehmigungsstempel im Durchschnitt sieben Jahre.

Thalhammer betonte: „Fachleute gehen davon aus, dass sich allein durch Optimierung bestehender Wasserkraftanlagen dort doppelt so viel Elektrizität herstellen lässt, wie bisher. Und auch der Rückgang der Zahl der Wasserkraftwerke muss umgekehrt werden: Arbeiten heute im Freistaat etwa 5.000 Wassertriebwerke, so waren dies um 1920 noch über 10.000.“

Der FDP-Umweltexperte versicherte seinem Gesprächspartner, dass die bewährte Wasserkraft bei seiner Fraktion starke Freunde habe. „Wir müssen jetzt beim Übergang zu den erneuerbaren Energien kräftig aufs Gas drücken, um die Zeit, in der wir auf andere Stromquellen angewiesen sind, so kurz wie möglich zu halten. Da ist es für uns klar, dass wir hier in Bayern auch stark auf die Wasserkraft setzen.“


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