Bayerns gutes Trinkwasser nicht auf den letzten Zentimetern verkeimen lassen
10.03.2011München, 02.08.2011 (rf). Ein bundesweiter Test, der vom TÜV gemeinsam mit dem ARD-Magazin Plusminus in zehn deutschen Großstädten durchgeführt wurde, kam zu dem Ergebnis, dass es in der Hälfte der untersuchten 50 Wasserproben in öffentlich zugänglichen Gebäuden zum Teil starke mikrobiologische Verkeimungen gibt. „Auf unsere Nachfrage hin, hat uns der TÜV Rheinland heute bestätigt, dass im Freistaat in Nürnberg die Wasserqualität in fünf Stichproben kontrolliert worden ist. Davon sind zwei zu beanstanden. Das Ergebnis ist beängstigend und es besteht definitiv Handlungsbedarf“, so der umweltpolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag, Tobias Thalhammer.
Als mögliche Ursachen wurden vom TÜV zu niedrige Temperaturen in der Brauchwasseranlage, kaputte Leitungen oder Rückverkeimung durch stehendes oder nur langsam fließendes Wasser als auch mangelnde Hygiene wie schlecht gereinigte Wasserhähne angegeben. „Trinkwasser ist ein hohes Gut und muss dementsprechend geschützt werden. Daher fordere ich den Umweltminister auf, die Qualität des Wassers in den öffentlichen Gebäuden sicherzustellen. Gerade alte und kaputte Leitungen und verunreinigte Wasserhähne müssen kontrolliert, gewartet und gereinigt werden. Wir sind hier in der Pflicht, dass die hohe bayerische Wasserqualität nicht auf den letzten Zentimetern zum Menschen verkeimt wird. Eine entsprechende Anfrage an das zuständige Umweltministerium, welche Maßnahmen es zeitnah unternehmen wird, ist bereits gestellt“, so Thalhammer abschließend.
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